Stryker

Rückruf fehlerhafter Hüftköpfe: Betroffen sind alle produzierten Artikel von 2002 bis 2011 (Artikelnummern: 620-9236, 62060-9-240, 6260-9-244, 6260-9-340, 620-9-344, 6260-9-440, 6260-9-444). Dabei handelt es sich um Hüftköpfe aus Metall mit einem großen Durchmesser (36 mm bis 44 mm) und einem sogenannten großen Offset (Kopfhalslänge ab + 5). Stryker hat im April 2017 zur dringenden Nachsorge von betroffenen Patienten aufgerufen. Es ergeben sich erhebliche potentielle Gefahren:

  • Trennung des Fermurkopfes vom Hüftschaft
  • Fraktur des Hüftschaftkonus
  • Übermäßiger metallischer Abrieb
  • Verlust der Festigkeit der Fixation des Implantats im Knochen
  • Übermäßiger Abrieb
Hieraus folgen:
  • Erforderliche Revision aufgrund von Schmerzen
  • Entzündungsreaktionen
  • Unerwünschte lokale Gewebereaktionen
  • Implantatlockerung
  • Periprothetische Fraktur
  • Metallionenerhöhung/-vergiftung
Betroffenen Patienten sollten unbedingt anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Den Patienten stehen für bereits erlittene und drohende Gefahren Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche zu. Stryker scheint seit 2012 über mögliche Risiken des Produktes Kenntnis zu haben und hat hierzu bis 2016/2017 keine Maßnahmen ergriffen. Auch jetzt „bunkert“ Stryker und gibt Informationen nur unvollständig und unzulänglich heraus. Auch hieraus ergeben sich für die betroffenen Patienten Haftungsansprüche.

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