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Intraplant ANA.NOVA® MII Hals

Intraplant hat eine modulare Prothese freiwillig zurückgerufen und die Anwender informiert. Diese Information findet man auch als „Dringende Sicherheitsinformation“ vom 26.05.2011 auf der Seite des BfArM. Die dort angegebene Bruchrate von 0,28% dürfte zweifelhaft, zumindest jedoch nicht mehr aktuell sein, da es nach dem Schreiben zu weiteren Schadensereignissen gekommen ist.

Es ist auch überaus bedenklich, dass dieses Produkt so lange auf dem Markt gelassen und implantiert wurde. Es gab mit vergleichbaren Produkten anderer Hersteller bereits seit 2004 entsprechende Bruchereignisse modularer Systeme.

Möglicherweise wird hier das Ausmaß des Schadens heruntergespielt. Unklar ist bisher, wie viele dieser modularen Schaftprothesen in Deutschland implantiert wurden.

Die INTRAPLANT GmbH hat sich bisher nicht dazu geäußert, ob die Schadensfälle freiwillig reguliert werden sollen oder nicht. Betroffene Patienten sollten auf jeden Fall dafür Sorge tragen, dass ihnen die explantierten Prothesen ausgehändigt werden, selbst wenn seitens des Herstellers oder der Kliniken eine Aushändigung abgelehnt wird. Die Patienten sollten die Herausgabe der Prothesen schriftlich gegenüber der Klinik geltend machen. Für den Fall, dass Intraplant die Schäden der Patienten nicht freiwillig ausgleicht, ist dies zur Beweissicherung erforderlich.

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